| Selbstverständnis, Arbeitsansatz, Ziele |
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Selbstverständnis Der Posthof ist eingebunden in das Jugendhilfenetzwerk Nord-Ost der NGD in Rendsburg und versteht sich als ein Teil des Suchthilfesystems in Schleswig-Holstein. Den Besonderheiten der Lebensphase JUGEND Rechnung tragend, agiert der POSTHOF an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Suchtkrankenhilfe. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Drogen- und Suchtberatungsstellen, mit Jugend- und Gesundheitsämtern, Landeskrankenhäusern, Fachkliniken und Nachsorge-/ Übergangseinrichtungen sowie Gerichten und Justizvollzugsanstalten. Die Mitarbeit im "Arbeitskreis Illegale Drogen" und anderen fachlichen Gremien trägt zur Vernetzung und zum fachlichen Austausch bei.
Bild unten:
Ziele:
- Orientierungsstufe (1 Monat ab Aufnahme) - Stufe 1: (nach einem Monat) - Stufe 2: (auf Antrag ab 4 bis 7 Monaten) - Stufe 3: (auf Antrag ab 7 Monate bis Entlassung bzw.Übergang in Nachsorge)
Die "Arbeit an sich selbst" beginnt mit der Formulierung individueller Therapieziele, deren Bearbeitung im Rahmen vereinbarter Schritte erfolgt. Eine Diplomsozialpädagogin (System. Therapeutin i.A.), eine Sozialpädagogin (BA), ein Sozialpädagoge i.A. (BA), eine Ergotherapeutin, drei Erzieher/-innen, eine weitere Ergotherapeutin i.A., eine Heilerziehungspflegerin und zwei externe Lehrer bilden das Basisteam. Ergänzt wird das Team durch einen verantwortlichen Arzt (Kinder- und Jugendpsychiater) und einen Diplompsychologen. Das Basisteam leistet unter anderem ein ständiges Beziehungsangebot, Bildungsarbeit, Freizeitpädagogik, pädagogische Gruppen, Sporttherapie und Begleitung beim Artbeitstraining. Ergotherapie vervollständigt das Angebot. Arzt und Psychologe bieten qualifizierte verhaltens- und psychotherapeutische Angebote zur Veränderung.
Arbeitsansatz: Die Entwicklung von Substanzmißbrauch und -abhängigkeit basiert auf dem Zusammenwirken einer Vielzahl von Einflussfaktoren (Persönlichkeit, soziale Kompetenz, physischer und psychischer Status, wirtschaftliche Verhältnisse, soziales Umfeld, Lebens- und Familiengeschichte). Sting und Blum sprechen deshalb von einer Trias der Suchtursachen (Quelle: Sting/Blum 2003, S. 35).
Nach unserer Auffassung berücksichtigt ein einseitig begründetes Therapieangebot zu wenig die Besonderheiten der Lebensphase JUGEND. Unser integratives Konzept soll medizinisch / therapeutisches Wissen z.B. aus der Suchtforschung mit sozialisationstheoretischen Erkenntnissen der Jugendforschung verknüpfen und so die Voraussetzung bieten, dass praktikable Rahmenbedingungen für eine gelingende Therapie entwickelt werden können. Orientierung erhalten wir hierbei durch das handlungstheoretische Belastungs- Bewältigungsmodell von Hurrelmann und den systemisch-entwicklungsorientierten Therapieansatz, wie er u.a. von Virginia Satir beschrieben wurde. Der systemisch-entwicklungsorientierte Therapieansatz stellt das übergeordnete Konzept dar, in das sich die einzelnen arbeitstherapeutischen, psychotherapeutischen und sozialtherapeutischen Methoden einordnen.
Zugang zu den Jugendlichen ermöglichen u.a. ein fundiertes theoretisches Wissen der MitarbeiterInnen über Substanzkonsum im Kontext von Entwicklungsaufgaben, über identitätspsychologische Grundannahmen und über Copingprozesse und natürlich auch ein versierter Umgang mit geeigneten Methoden, wie z.B. Motivational Interviewing (Miller und Rollnick 1991, 99). Für den Umgang mit den Jugendlichen gelten folgende Grundprinzipien:
In der Therapie geht es darum, das Selbstwertgefühl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ihre Selbstwirksamkeitserwartungen zu stärken |



Zielgruppen: 